Unternehmen | 22.09.2008
Valentin Schmidt bleibt Vorsitzender des Rundfunkrats
Wolfgang Börnsen, MdB, bleibt Stellvertreter. Zahlreiche neue Mitglieder in Rundfunk- und Verwaltungsrat.
Der Rundfunkrat der Deutschen Welle ist am 19. September 2008 in neuer Besetzung in Berlin zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengetreten. Valentin Schmidt, Präsident des Kirchenamts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) a.D., wurde als Vorsitzender des Aufsichtsgremiums einstimmig bestätigt.
Schmidt hat dieses Amt seit 1999 inne. Stellvertretender Vorsitzender bleibt Wolfgang Börnsen, MdB. Zum neuen Vorsitzenden des Programmausschusses Fernsehen wurde Michael Sagurna Staatsminister a. D. gewählt; er wurde vom Bundesrat für das DW-Gremium gewählt. An der Spitze des Programmausschusses Hörfunk/Telemedien wurde Professor Dr. Hans-Uwe Erichsen (Hochschulrektorenkonferenz) bestätigt. Vera Szackamer (Zentralrat der Juden in Deutschland) leitet den neu eingerichteten Ausschuss DW-AKADEMIE.
Neu in den Rundfunkrat entsandt wurden Dr. Kerstin Kießler, Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, Thomas Rachel, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Ute Brüssel, Pressesprecherin des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Inez Kühn, Leiterin des Bereichs Medien der Gewerkschaft ver.di, Dr. Michael Vesper, Generalsekretär des Deutschen Olympischen Sportbunds, Dr. Franz Schoser, Vorstandsmitglied InWEnt - Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH, Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates, und Professor Dr. Klaus Reichert, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Kühn und Schoser gehörten bisher dem Verwaltungsrat an, Schoser als dessen Vorsitzender.
Auch der Verwaltungsrat der Deutschen Welle, dessen Amtszeit ebenfalls auslief, hat neue Mitglieder. Laut DW-Gesetz wählt der Rundfunkrat vier Vertreter in den Verwaltungsrat – dies sind nunmehr: Peter Clever (Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände), Herzs Krymalowski (Zentralrat der Juden in Deutschland), Professor Dr. Claudia Mast (Universität Stuttgart-Hohenheim, Fachgebiet Kommunikationswissenschaft) und Frank Stöhr (Stellvertretender Bundesvorsitzender des Deutschen Beamtenbundes). Clever und Stöhr gehörten bisher dem Rundfunkrat an.
Vom Bundesrat wurde Dr. Helmut Stahl, MdL, CDU-Fraktionschef im nordrhein-westfälischen Landtag, in das Gremium gewählt. Weiterhin im Verwaltungsrat sind außerdem Reinhard Grindel, MdB (für den Bundestag) und Gernot Erler, MdB, Staatsminister im Auswärtigen Amt (für die Bundesregierung).
Die Gremien
Nach dem Deutsche Welle-Gesetz gehören dem Rundfunkrat 17 Mitglieder an, dem Verwaltungsrat sieben. Die Amtszeit beträgt für beide Gremien fünf Jahre.
Der Rundfunkrat vertritt - laut § 32 - die Interessen der Allgemeinheit und überwacht die Einhaltung der Programmgrundsätze. Er wählt den Intendanten und berät diesen in Programmangelegenheiten. Die ehrenamtlichen Mitglieder kommen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Der Verwaltungsrat überwacht die Geschäftsführung des Intendanten außerhalb der Programmgestaltung. Die Mitglieder: jeweils ein Vertreter von Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung sowie vier weitere vom Rundfunkrat gewählte Vertreter.
September 2008







