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Interview | 16.07.2008

Holger Schmieding: Ende 2008 fast kein Wachstum mehr

Chefvolkswirt der Bank of America (London) im Interview der Deutschen Welle

       

Der Chefvolkswirt der Bank of America in London, Holger Schmieding, sieht „für Großbritannien und andernorts“ die Gefahr, dass Ende 2008 „überhaupt kein Wirtschaftswachstum oder nur noch sehr schwaches Wachstum zu beobachten sein wird“. In einem Interview der Deutschen Welle sagte Schmieding: „Wir dürften in den nächsten Monaten sehen, dass die Wirtschaft erheblich an Schwung verliert. Hinzu kommen die Folgen der anhaltenden Immobilienkrise.“ Für die Volkswirtschaften in Europa bedeute diese Entwicklung einen Anstieg der Arbeitslosigkeit und einen leichten Rückgang der Inflationsrate. Schmieding: „Für viele Menschen wird es sich so anfühlen, als sei es eine Rezession.“

Mit Blick auf den hohen Ölpreis und die daraus resultierenden Belastungen für Verbraucher empfahl der Finanzexperte, „die Verbrauchsgewohnheiten zu ändern und die Ausgaben für Benzin zu reduzieren, um dann wieder mehr Geld für andere Dinge übrig zu haben“.

16. Juli 2008
85/08

 
 
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